Philosophie der Stoa
Zenons Blog
Die Stoa | Stoa Poikile | Garten des Epikur | Römische Stoa | Christliche StoaStoa 2014 | Stoa im Unterricht
Ariston | Chrysipp | Diogenes von Babylon | Epikur | Epiktet | Marc Aurel | Musonius
Seneca | Sokrates | Tod des Sokrates | Zenon von Kition | Zenon von Tarsos
Aphorismen
Ataraxia und Logos | Ethik | Physik | LogikSeeleTheologie
Brief an Menoikeus |  Handbüchlein | Selbstbetrachtungen | Vom glücklichen Leben
  Blog | Altgriechischkurs | Neugriechischkurs | Forschung | Übersicht | Links | Kontakt
 Zeitleiste

Die Physik der Stoa

Die Stoa und die Sieben Weltwunder

Stoathik, Logik und Physik bilden, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten, in jeder Phase der Stroa die drei großen Teilbereiche. Eben durch diese uns heute schon fast befremdlich anmutende Fülle stoischer Weltsicht ist Jahrhunderte währende Stellung der Stoa als "Leitphilosophie und Leitkultur" erklärbar. Die Physik beschreibt damals wie heute die Erscheinungen der dinglichen Welt der Natur. Als Beispiel für die Leistung der stoischen Physiker kann das Erkennen bzw. Schlussfolgern über die Gestalt der Erde dienen.

Die Schriften des Geographen Strabon, der maßgeblich an der Beschreibung der "Sieben Weltwunder" mitwirkte, lassen sich auf den stoischen Wissenschaftler Poseidonios zurückführen, einen Vertreter der mittleren Stoa. Seine Ausführungen sind ein Beispiel für die Aufgeklärtheit der antiken Naturwissenschaftler. Im folgenden kleinen Absatz steckt die Welt der physikalischen Spekulation, des Denkens und der sinnlichen Wahrnehmung.

Die Welt ist eine Kugel

Stoaass die Erde kugelförmig ist, erkennt man unmittelbar aus dem Streben nach dem Mittelpunkt und daraus, dass jeder Körper sich nach seinem Schwerpunkte neigt, unmittelbar aber sieht man es an den Meeres- und Himmelserscheinungen. Denn sowohl die sinnliche Wahrnehmung wie auch der normale menschliche Verstand kann dies bezeugen. Offensichtlich nämlich verhindert die Krümmung des Meeres, dass die Schiffsleute entfernte Lichter sehen, die sich in gleicher Höhe wie ihre Augen befinden. 

Zitiert nach Wolfgang Weinkauf: Die Stoa, Pattloch Verlag 1994, S. 166.


Philosophie der Stoa | Footer
Kurzbiographien auf dibb.de