Philosophie der Stoa
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Die Stoa Poikile

Poikile - Keimzelle der Stoa

Stoan der Philosophenmetropole Athen beginnt auch das Herz der ersten Schule der Stoa zu schlagen. Ihr erster Schulleiter ist Zenon von Kition, einer Stadt auf Zypern. Um 314 vor Christus sucht er als junger Kaufmann in Athen sein Glück. Er ist wie viele Athener philosophisch interessiert und hört den Zyniker Krates, den Megariker Stilpon und die Akademiker Xenokrates und Polemon. Schließlich gründet er noch vor dem Jahre 300 seine eigene philosophische Schule in einer bunten Säulenhalle. Griechisch bedeutet dies "stoa poikile", und aus diesem Ort leitete sich schließlich der Name dieser philosophischen Schule ab.


Geschichtliche Einteilung

Zenon v. Kition (ca. 336 - 264 v. Chr.) sowie Kleanthes (bis ca. 232 v. Chr.) und Chrysipp (ca. 281 - 208 v. Chr.) bilden das Dreigestirn der älteren, griechischen Stoa. Die führenden Köpfe der der mittleren Stoa sind Ponaitios (ca. 180 - 110 v. Chr.) und Poseidonios (ca. 135 - 51 v. Chr.). Die bekanntesten Vertreter der jüngeren, römische Stoa bilden der Staatsmann Seneca (4 v. Chr. - 65 n. Chr.), der Sklaven- und Frauenrechtler Musonius (30 - 80), der ehemalige Sklave Epiktet (50 - 138), und schließlich als letzter bedeutender Stoiker Marc Aurel (121 - 180), der Philosoph auf dem Kaiserthron.


Götter- und Menschenbild der Stoa Poikile

Die Ethik der Stoa begreift den Menschen als zur Einsicht fähiges Vernunftwesen. Er kann die göttlichen Gesetzmäßigkeiten anhand der Erscheinungen der Natur erkennen und danach sein Handeln ausrichten. Die Götter selbst sind dabei von untergeordneter Bedeutung. Es gibt keinen Grund, sie zu fürchten.

Von der Stoa Poikile zum Garten des Epikur

Stoaine recht eigenwillige Auslegung der stoischen Idee vertritt der Philosoph Epikur, und er gilt daher mit seinen Anhängern auch als Begründer einer eigenständigen Schule. Der Ort der Schule liegt nicht zentral, sondern in einem Garten vor den Toren Athens. Dort lehrt und lebt er mit seinen Anhängern, darunter Frauen und Sklaven, ein Leben in Genuss und Bescheidenheit zugleich.

Christliche Adaption der Stoa

Teile der stoischen Philosophie werden im Christentum adaptiert, was auch im Bau von Kirchen und Klöstern seine Spuren hinterlässt. Aus der Säulenhalle und Garten, in der die Schüler der Antike während des Disputs umherwandeln, wird im Mittelalter der Kreuzgang.

Die Stoa im Philosophieunterricht

Stoa im UnterrichtDie Stoa ist ein schwieriges Unterrichtsthema, trifft sie doch auf den ersten Blick so gar nicht den Lebensnerv einer neuen, heranwachsenden Generation. Am besten nähert sich der Lehrer über die philosophische Hintertreppe. Als Fächer eignen sich Ethik, Geschichte, Sozialkunde und Latein. Hier gibt es einige Anregungen zur Vermittlung der Stoa in den verschiedenen Unterrichtsfächern.

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