Philosophie der Stoa
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Die Philosophie der Stoa im Jahre 2014

Niedergang und Neubeginn

Nach dem Siegeszug von Christentum, Islam und Buddhismus verloren die philosophischen Schulen im Kulturraum von Europa den hellenisierten Gebieten Asiens als eigenständige Institutionen an Bedeutung. Teilweise wurde ihre Lehren auch von den Religionen vereinnahmt, teilweise gingen sie in die moderne Wissenschaft auf. Aus Platons Akademie wurde die Universität. Doch ohne Nachfolge blieben der Garten Epikurs und die Athener Stoa Poikile. Umso erstaunlicher ist es, dass die Stoa als geistige Haltung immer wieder neue Anhänger findet. Sie ist also nicht nur noch Geschichte. Diese Webseite möchte dazu anregen, sich nicht nur mit der historischen Stoa, sondern auch mit neuen Formen der stoischen Philosophie auseinanderszusetzen. Zu diesem Zweck wurde ein Blog eingerichtet: Zenons Blog unternimmt den Versuch, sich mit der heutigen Welt aus der Sicht der Stoa auseinanderzusetzen.

Philosophische Forschung

Die Forschungsseite dient dem Einstieg in die Forschung zur Stoa. Anhand der wichtigsten Quellen ist jeder dazu eingeladen, als Forscher selbst in die Welt der Stoa einzutauchen.

Seminare und Workshops

Man findet sie an den Universitäten im Bereich der Philosophie und Klassischen Philologie, in der Theologie und in Unterrichtsfächern wie Religion und Ethik an den Schulen. Auch freie philosophischen Vereinigungen und  philosophische Praxen bieten Veranstaltungen zur stoischen Philosophie an.

Die Webseite "Philosophie der Stoa" bietet selbst keine Veranstaltungen an. Trotzdem freuen wir uns über Zuschriften und Feedback. Die folgende Betrachtung einer Teilnehmerin des AK Philosophie der Berliner Sommerakademie (2001) spiegelt die Anziehungskraft der Stoa in unserer Zeit wider:

"Wer sich auf die Stoa einläßt, nimmt etwas mit. Oberflächlich fordert sie nicht viel. Wer an Philosophie interessiert ist, hat heute ja eine Familie, wohnt in einer Wohnung und übt einen Beruf aus. Doch die tiefere Beziehung zum Leben wird man dadurch nicht los. Festigkeit und Entschlusskraft wachsen in mir durch meine philosophische Auseinandersetzung.

Die Stoa ist ein Weg, er braucht Zeit und Pausen. Seit ich das Gefühl habe auf dem richtigen Weg zu sein, habe ich gelernt, Hindernisse zu umgehen oder zu überwinden. Trotz ihrer Sanftheit ist die Stoa für mich aufregend geworden. Sie hat mich neu aufgeschlossen und versöhnlicher gemacht."

Johanna Lorenz, Berlin 2001.


Perspektiven der Stoa

Obwohl die Stoa nun auch im Internet angekommen ist, spielt sie in der öffentlichen Debatte eine Außenseiterrolle. Philosophie ist eine Privatangelegenheit geworden, und nach einer kurzen Aufbruchstimmung aus der Zeit der 80er Jahre schnell wieder abgeklungen. Die damalige Aufbrauchstimmung entstammte der heute nicht mehr ernsthaft betriebenen Umweltdebatte.

Soziale Debatte

Die Stoa als Philosophie der Krise wird ihren Platz innerhalb der Debatte um die neuen sozialen Auseinandersetzungen finden. Im Europa führen, 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, die zunehmenden Unterschiede zwischen den Wohlhabenden und den Armen zu neuen Konflikten. Sie werfen grundsätzliche philosophische Fragen auf: Brauchen wir ständiges Wachstum, und führt es zu mehr Gerechtigkeit und mehr Glück? Ideologisch unverdächtige Antworten finden sich bei den Stoikern.



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